Standards und Maßnahmen

Neben der Qualifizierung von Promovierenden und Promovierten engagieren wir uns für Qualitätssicherung in der Promotionsphase und unterstützen dabei die Fakultäten, an denen die eigentliche Betreuung von Promotionen stattfindet.

Qualitätssicherung

Orientiert an den Empfehlungen des Wissenschaftsrates (2011) und der Stellungnahme der Leopoldina "Promotion im Umbruch" (2017), empfehlen wir zu folgenden Bereichen Standards und Maßnahmen zur (wissenschaftlichen) Qualitätssicherung in der Promotion - unabhängig davon, ob die Promotion innerhalb eines strukturierten Promotionsprogrammes, als Individualpromotion oder externe Promotion erarbeitet wird:

  • Grade der Strukturierung
  • Auswahlverfahren
  • Betreuung
  • Betreuungsvereinbarung
  • Überfachliche Qualifizierung
  • Schlichtung von Konflikten
  • Wissenschaftliches Fehlverhalten

Auswahlverfahren

Die Vergabe von Promotionsstellen erfolgt in einem transparenten Verfahren. Dafür werden die Eignungskriterien und Zugangsvoraussetzungen eindeutig formuliert und die Stellen oder Stipendien (mindestens national) ausgeschrieben. Dabei ist eine mindestens dreijährige Finanzierung anzustreben. Über die Annahme als Doktorand:in sollten mehrere Personen in einem Thesis Advisory Committee entscheiden, die anschließend auch die Betreuung verantworten.

Betreuung

Die Betreuung umfasst nicht nur die fachliche Begleitung der Promotion, sondern ist ein (auf Zeit) geschlossenes Vertrauensverhältnis, das es zu gestalten gilt. Die Betreuung erfolgt idealerweise durch ein Thesis Advisory Committee (TAC) bzw. durch mindestens zwei gleichberechtigte Betreuungspersonen. Wir möchten Sie motivieren, die Betreuungsbeziehung aktiv zu gestalten, geeignete Betreuungspersonen zu finden, eine Betreuungsvereinbarung abzuschließen und frühzeitig die Aufnahme auf die Doktorand:innenliste zu beantragen. Die beiden letztgenannten Punkte sind zudem die Voraussetzung für Promovierende, um Mitglied in der Graduiertenakademie Leipzig zu werden.

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Betreuungsvereinbarung

Eine Betreuungsvereinbarung legt Verbindlichkeiten und Qualitätsstandards sowie Rechte und Pflichten aller Beteiligten am Promotionsprozess fest. Wichtig ist, dass die Vereinbarung auf die individuellen Bedarfe von Promovierenden und Betreuenden angepasst ist.

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Überfachliche Qualifizierung

Promovierende sollten ermutigt und unterstützt werden, sich auch überfachlich zu qualifizieren. Auch die rechtzeitige Beschäftigung mit anschließenden Karrierewegen nach der Promotion, sowohl in- als auch außerhalb der Wissenschaft, wird empfohlen.

Das Qualifizierungsprogramm und die Veranstaltungen der Graduiertenakademie bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, hier entsprechende Kompetenzen zu entwickeln und Methoden zu erlernen.
 

Zu unseren Workshops und Veranstaltungen

Schlichtung von Konflikten

Im Laufe der Promotionsbetreuung kann es aus unterschiedlichsten Gründen zu Konflikten zwischen Betreuenden und Promovierenden oder weiteren Beteiligten kommen. Auch als Postdoc haben Sie vielleicht mit Konflikten zu tun. Sollten Sie diese nicht selber lösen können, ist es möglich, sich vertraulich an die Schlichter:innen der Universität zu wenden. Die Schlichter:innen stehen für beratende Gespräche zur Verfügung. Sie arbeiten unabhängig und verpflichten sich den Grundsätzen der Vertraulichkeit, Fairness und Neutralität.

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Sollten Sie sich nicht an die/den Schlichter:in der Universität Leipzig wenden wollen, sondern extern beraten lassen, haben Sie auch die Möglichkeit den Ombudsman für die Wissenschaft zu kontaktieren. Hierbei handelt es sich um ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingesetztes Gremium, das allen Wissenschaftler:innen in Deutschland bei Fragen und Konflikten im Bereich wissenschaftlicher Integrität und guter wissenschaftlicher Praxis, wozu auch Betreuung von Promovierenden zählt, zur Seite steht.

Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten

Bei Aufnahme des Promotionsverfahrens muss sichergestellt werden, dass Promovierende die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis kennen. Es sollte transparent kommuniziert werden, an wen sich Promovierende, Betreuende sowie Mentor:innen im Falle eines Konfliktes wenden können. Die Graduiertenakademie bietet ihren Mitgliedern regelmäßig Workshops im Bereich gute wissenschaftliche Praxis. Außerdem bietet sie die Möglichkeit, selbständig einen eLearning-Kurs „Gute Wissenschaftliche Praxis in der Promotion“ zu absolvieren.

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Gute Betreuung in der Promotion

Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Promovierenden und ihrer Betreuung ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Promotion. Die Graduiertenakademie Leipzig etabliert durch Betreuungsvereinbarungen sinnvolle Standards.

Abstrakte Illustration zum Thema Gute Betreuung in der Promotion, zwei Figuren laufen einen bergigen Pfad lang mit Ziel Promotionshut auf dem größten Berg im Hintergrund

Handreichung „Gute Betreuung in der Promotion"

Mit dieser Handreichung werden Empfehlungen für eine gute Betreuung in der Promotion gebündelt. Sie besteht aus zwei Teilen: Perspektive der Promovierenden und Perspektive der Betreuenden. Sie steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

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Photo: Christian Hüller
mehrere Bücher stehen nebeneinander und hintereinander im Regal, darin sind Zettel geklebt, Sicht von leicht oben
Eine Betreuungsvereinbarung definiert zu Beginn der Promotion die Rechte und Pflichten aller Personen, die daran beteiligt sind. Foto: Katrin Bemmann

Gute Wissenschaftliche Praxis

Eines unser zentralen Anliegen ist die Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis bei Nachwuchswissenschaftler:innn. Dafür arbeiten wir eng mit der Ombudskommission und dem Ethikbeirat zusammen.

Kontakt

Dr. Kornelia Ehrlich

Dr. Kornelia Ehrlich

Geschäftsführerin

Straße des 17. Juni 2, Raum 104
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-32351